Gebackenes Poulet mit Mandelkruste

Gestern Abend hatte ich Lust auf etwas Deftiges, das trotzdem gesund ist.

Statt Poulet zu frittieren, kriegt man auch im Backofen eine schöne Kruste – und das ohne Paniermehl, sondern mit gemahlenen Mandeln.

Für 4 Portionen braucht’s:

  • 1 kg Pouletstücke
  • 180g gemahlene Mandeln
  • 2 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 TL Rauchsalz
  • 3 TL Paprikapulver
  • 1 TL Kreuzkümmel (weniger dominant mit 1/2 TL)
  • 1 TL getrockneten Thymian
  • 1 TL getrockneten Oregano
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • Ghee

Zuallererst heizt ihr den Ofen auf 180 Grad Umluft auf. Legt ein Backblech mit Backpapier aus.

Reinigt die Pouletstücke, trocknet sie und würzt sie mit Salz und Pfeffer.

Nun nehmt ihr 2 tiefe Teller. In einem verquirlt ihr die Eier, im anderen mischt ihr die gemahlenen Mandeln und alle Gewürze von Rauchsalz bis Knoblauchpulver.

Die einzelnen Pouletteile wendet ihr erst im Ei, dann in der Mandelmischung und legt sie auf das Backblech.

Fertig? Dann verteilt Gheeflocken über die einzelnen Teile. Das ganze sollte dann so aussehen:

IMG_5808IMG_5807(Ich habe nur für 2 Portionen gekocht 😉 )

Nun könnt ihr die Chose für 45 Minuten in den Ofen schieben. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Nach Ablauf der Gesamtzeit aus dem Ofen holen. Fertig.

IMG_5809Dazu passt Gemüse oder Salat und Sweet Chili Sauce oder welche Sauce dir am besten zu Poulet schmeckt.

Pouletbrust sous-vide mit Clementinen und Fenchel

Mirco aka Bindermichi hat im letzten Jahr auf Kickstarter unter anderem den Anova Precision Cooker unterstützt, welcher einem erlaubt, sous-vide zu garen.

Für die uneingeweihten: Sous-vide ist die Kochmethode, die darin besteht, dass Lebensmittel vakuumiert in ein Wasserbad kommen und da bei exakt beständiger eher tiefer Temperatur über längere Zeit garen. Bei einem Steak kann man z.B. mit der Temperatur bestimmen, ob das Fleisch eher medium-rare oder durch sein soll. Sobald das Innere der Speise nach 2-3h die Gartemperatur erreicht hat, kann man theoretisch das Gargut über längere Zeit im Wasser belassen, ohne dass sich die Garstufe verändert. Das Steak muss man nach dem Garen nur noch abtrocknen und dann kurz scharf anbraten, damit es aussen eine Kruste hat und ein paar Röstaromen dazukommen. Das Verfahren wird unter anderem in Restaurants gerne verwendet, da dadurch konstante Ergebnisse erzielt werden können. Also im Prinzip eine Art fancy Niedergaren (hallo, Annemarie Wildeisen!).

Mit Sous-vide ergeben sich für mich mit einer Technik unzählige spannende Möglichkeiten, die mir bis anhin in meiner Küche verwehrt blieben. Pochierte Eier wurden idiotensicher, selbst das für eine Stunde gegarte Ei wurde möglich, Fleisch und Geflügel wird zart wie nie und in so einen Beutel kann man auch einiges an Gewürzen und Kräutern mit dazupacken.

Wie das so geht, zeige ich euch mit einem Rezept für Pouletbrust mit Clementinen und Fenchel.

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Dafür benötigt ihr für 2 Portionen:

  • 1.5 EL frischen Orangensaft
  • 1.5 EL Zitronensaft
  • 1.5 EL Rohzucker
  • 1 EL Pernod
  • 1 EL Olivenöl extra vergine
  • 1 EL körnigen Senf
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Salzflocken
  • 1 paar Umdrehungen schwarzen Pfeffer
  • 2 Pouletbrüste mit Haut
  • 1 Fenchelknolle
  • 2 ungeschälte Clementinen in dünne Scheiben geschnitten
  • gehackte Petersilie zum Garnieren
  1. Zuallererst wird in einem Topf mit Wasser das Anova montiert und auf 63.3 Grad Celsius vorgeheizt.
  2. Nun Orangen- und Zitronensaft, Zucker, Pernod, Olivenöl, Senf, Fenchelsamen, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gut verrühren.
  3. Nun Pouletbrüste, Fenchel- und Clementinenscheiben in einen Vakuumbeutel geben, die Mischung aus Schritt 2 drübergeben und das ganze vakuumieren. Das sieht dann so aus: IMG_3740
  4. Nun den Beutel in das Wasserbad geben und 2.5h garen. Falls nötig, den Beutel mit einem Gewicht unter Wasser halten.
  5. Sobald die Zeit rum ist, könnt ihr Geflügel und Gemüse entweder in der Bratpfanne kurz anbräunen oder mit dem Crème brûlée-Brenner etwas Farbe geben.
  6. Die Flüssigkeit könnt ihr in einer kleine Pfanne zum Kochen bringen und 5-10 Minuten um einen Drittel reduzieren.
  7. Das Huhn und Gemüse auf Tellern anrichten, mit der Sauce beträufeln, mit Petersilie und eventuell dem Kraut des Fenchels bestreuen und servieren.


Wassermelonen-Gurkensalat mit Superfood-Zugabe

Nun ist es raus: Grünkohl aka Kale ist out! Das neue Superfood, das in den nächsten Monaten und Jahren von Fitness- und Hipster-Foodbloggern ausgeschlachtet wird, ist die gute alte Brunnenkresse, welche zum nährstoffreichsten Gemüse überhaupt gekürt wurde. Seid also nicht überrascht, wenn ihr nun überall „watercress dies“ und „watercress das“ hört.

Nicht, dass ich vorhabe, den Blog hier zu einer reinen Salatshow zu machen, aber da ich zufällig Brunnenkresse da habe und das Wetter für Währschaftes einfach noch zu schwül ist, gibt’s heute dieses erfrischende Schätzchen aus Nico Richters Buch Paleo – Power for Life, dass ich übrigens auch für die anderen Gerichte sehr empfehlen kann.

Dazu braucht’s:

zutaten_wassermelonensalat– 1/2 Gurke
– 1 dicke Scheibe Wassermelone
– 1/2 rote Zwiebel
– eine Handvoll Pfefferminzblätter
– eine Handvoll Brunnenkresse
– 2 EL Olivenöl
– 2 EL Balsamico
– Salz
– Pfeffer

Erst die Gurke waschen, in mundgerechte Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Die Wassermelone würfeln, entkernen und zu den Gurken geben. Die feingewürfelte Zwiebel, feingehackte Minzblätter und die Brunnenkresse zugeben.

Nun mit Olivenöl und Balsamico beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.

wassermelonensalatWie ihr seht, macht sich der Salat ganz toll als Grillbeilage. 😀

Die Brunnenkresse, die im Originalrezept im Buch nicht Bestandteil ist, gibt dem ganzen eine leichte Schärfe, was den Salat noch einen Tick interessanter macht. Und gesünder.

Jetzt können wir uns gemeinsam über die Ewiggestrigen lustig machen, die immer noch diese ekligen Kale Chips essen. 😛

Tomaten-Pfirsich-Salat

Da es viiiiiel zu heiss ist, um zu kochen, muss wieder mal ein Salatrezept meiner Mutter herhalten. Leider weiss ich nicht, woher sie es hat, Google hat aber einige Varianten auf Lager…

Für den Salat braucht es:

zutaten_tomatensalat– 2-3 Pfirsiche oder Nektarinen (Pluspunkte gibt es für weisse Pfirsiche)
– 2-3 Tomaten oder zwei Handvoll Cherrytomaten
– 2-3 Zweige Basilikum
– 2 EL Olivenöl (vergesst die im Bild verwendete Vinaigrette – dies war ein eher suboptimaler Test)
– 2 EL Weissweinessig
– 1 EL Akazienhonig
– 1/3 Currypulver (oder das Curry-Salz von Würzmeister)
– 1 Prise Salz (falls das Curry-Salz verwendet wird, weglassen)
– ein paar Umdrehungen Pfeffer

Erst werden die Pfirsiche gewaschen und in Spalten geschnitten, dann die Tomaten waschen, zerkleinern und zugeben. Aus Olivenöl, Essig, Honig, Currypulver, Salz und Pfeffer ein Dressing fabrizieren und zu Tomaten und Pfirsich geben. Nun noch die Basilikumblätter abzupfen, kleinhacken und unter den Salat mischen.

TomatensalatDa es Mirco auf der Terrasse zu heiss war (pöh! 😛 ), muss das eigentlich angedachte Grillfleisch im Kühlschrank warten und wir haben den Salat zu Foccacia genossen.

 

Mango Avocado Salsa

Heute habe ich mal eine neue Grillbeilage ausprobiert – eine Salsa mit Mango und Avocado. Eine richtige kleine Geschmacksexplosion!

Dafür braucht’s:

zutaten_mangosalsa– 1 Mango in kleine Würfel geschnitten
– 1 Avocado auch in kleine Würfel geschnitten
– 2 Handvoll halbierte Cherrytomaten
– einen halben Bund Koriander, kleingehackt
– 3 Knoblauchzehen, kleingehackt
– 2 EL Limettensaft
– 3 EL Olivenöl
– 1 Peperoncini, entkernt und kleingehackt
– Salz und Pfeffer

Alles in einer kleinen Schüssel miteinander vermischen und eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Dann mit Tortilla, gegrilltem Fisch oder Fleisch servieren. ¡Buen provecho!

mangosalsa